Fotografie ist die Beschäftigung mit dem eigenen Ich

Fotografie ist die Beschäftigung mit dem eigenen Ich

Spaziert man an einem Einkaufssamstag durch die Fotoabteilungen gut sortierter Elektronikmärkte, so kann man oft sehr bald feststellen, dass nicht nur Geiz geil ist, sondern auch die Beratungen oft eher geizig bzw. suboptimal und mit Luft nach oben ausfallen. Oftmals ist hier bei der Kaufberatung zu hören: „Gnä’ Frau, diese Kamera macht tolle Bilder – sie macht alles automatisch!“

Betrachten wir diese Aussage einmal etwas näher:

Diese Aussage vermittelt dem geneigten Käufer, dass man nur eine gute Spitzenkamera der neuesten Generation braucht, um gute Bilder zu machen. Wenn dem so wäre, dann reichte es doch auch einfach, das neueste Geschirr, das auch ein Sternekoch verwendet, zu kaufen, um kulinarische Kreationen zu zaubern, die jeden Gourmet vor Neid erblassen ließen. Welch ein Irrglaube! In Wirklichkeit ist es doch so, dass ein Sternekoch natürlich auch in der Lage ist, großartige Speisen, selbst in einem Blechnapf aus Omas Küche, zuzubereiten! – Ohne Zuhilfenahme des Mikrowellenherdes und eines Fertiggerichtes, das fast schon automatisch zubereitet wird.

Und genauso ist es mit der Fotografie. Ein guter Fotograf wird die zahlreichen Automatik -, Kreativ-, Landschafts-, Nacht- und Portraitprogramme, die viele Kameras heute leider schon an Bord haben, einfach nicht benützen. Vielmehr sind Spitzen-Fotos das Ergebnis vorangegangener Planung und vor allem vorheriger Beschäftigung mit dem Bildthema und dessen Bildaussage.

Sobald der Prozess der Bildplanung im Kopf stattfindet bringt man als Fotograf eigene Gedanken ein, die man zu diesem oder jenem Thema hat. Und genau das ist der Punkt, der gute Fotos so einzigartig macht. In jedem ernsthaft geplanten Bild steckt ein wenig vom Lifestyle oder von der Gedankenwelt des Fotografen mit drinnen. Und wenn wir in unserer hektischen Welt ein wenig inne halten und darüber nachdenken, was wir fotografieren wollen, also was uns berührt und bewegt und mit welchen Mitteln wir diese Emotionen fotografisch transportieren und umsetzen wollen, dann sind wir auf dem besten Wege, atemberaubende Bilder zu erschaffen, die gerne betrachtet werden und die Emotionen wecken.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und auch mir selbst immer viele Themen, die uns interessieren und positive Gedanken dazu, die sich fotografisch umsetzen lassen!

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