My Leica Life

It´s never the Camera, it´s always you.“

Da ist sicher etwas dran. Da ist sogar sehr viel dran! Es ist eine der wichtigsten Erkenntnisse, die man auf dem eigenen fotografischen Weg haben kann. Für einen Grossteil der fotografischen- hoffentlich durch Freude und Erleuchtung begleiteten,- Schaffensperiode gilt dieses Zitat zu hundert Prozent!

Allerdings kommt irgendwann im Rahmen der eigenen fotografischen Tätigkeit jener Punkt an dem nur mehr das Motiv zählt. Man lässt sich in seine eigene Fotoleidenschaft fallen, ist auf das Motiv hochkonzentriert und man scheint die Welt ausserhalb des Suchers zu vergessen. Das ist der Punkt an dem für mich die wahre Fotografie begonnen hat. Alles andere davor war Knipserei. Zu jenem Zeitpunkt an dem man in das hineingerät was ich als „fotografischen Flow“ bezeichne, scheint die Kamera als technisches Gerät nicht mehr zu existieren. Im optimalen Fall scheint man zu vergessen dass man überhaupt eine Kamera vor dem Auge hat. Das ist gleichzeitig auch der Moment an dem man sich völlig auf das Motiv einlassen kann. Die Kamera sollte spätestens jetzt  hier nicht mehr als „Fremdkörper“ den es mitzuschleppen gilt empfunden werden sondern im besten Fall als „Verlängertes Auge“, also als Bestandteil des eigenen Körpers. Und für mich hat es ab diesem Zeitpunkt eben einen grossen Unterschied gemacht ob ich mir weiterhin meine auffällige  Nikon D4, D 700 mit einem entsprechend schweren Objektivpark ins Gesicht presse oder ob ich die Sache etwas dezenter angehe. Bereut habe ich meinen System-Umstieg zu Leica keine einzige Sekunde. Das einzige das ich an mir selbst kritisiere ist die Tatsache dass ich nicht schon seit Beginn meiner Fotokarriere mit Leica fotografiert habe. Auf meinem markentechnisch sehr abwechslungsreichen Weg habe ich mit Sicherheit einen Sportwagen der Marke Porsche in fotografisches Equipment investiert aus dem ich dann wieder „herausgewachsen“ bin. Von Canon, Nikon, Pentax und Mamya bis zu Hasselblad inklusive der entsprechenden Optiken war da alles dabei.  Hinzu kommt dann noch die Tatsache dass man bei einer Messsucherkamera nicht durch das Objektiv blickt, sondern durch ein Sucherfenster das beim Auslösen das Auge und die Konzentration auf das Motiv nicht durch  kurze Finsternis, bedungen durch den Spiegelschlag bei einer DSLR, stört bzw. unterbricht. Trotzdem muss ich an dieser Stelle sagen, dass es schnellere und effizientere Wege gibt um an ein gutes Bild in der schnellstmöglichen Zeit zu kommen als man das mit einer Leica tun kann. Das Arbeiten mit einer Leica ist sicher nicht der effizienteste Weg. Muss er aber auch nicht sein! Zumindest nicht für mich. Heute bin ich an einem Punkt angelangt bzw. zu einer Einstellung gekommen, die Fotografie nicht aus wirtschaftlichen Gründen betreiben zu müssen, sondern meine Leidenschaft für Wahrnehmen, Gestalten und Sehen mit gleichgesinnten Menschen teilen und leben zu dürfen. Und wer weiss, vielleicht sehen wir einander  ja einmal bei einem meiner Workshops in Wien oder ab Herbst auch in Paris und London. In diesem Sinne wünsche ich dir viel Spass beim Schmökern in meinem „Leica Life“.

Israel    2013

Israel wird von Juden, Christen und Muslimen als das Heilige Land der Bibel angesehen. Die heiligsten Orte liegen in Jerusalem. In der Altstadt befindet sich der Tempelberg mit dem Schrein des Felsendoms, die Klagemauer und die Al-Aqusa-Moschee sowie die Grabeskirche. Der noch sehr junge Staat Israel, der erst 1948 gegründet wurde ist höchst interessant. Voll von teilweise sehr konträrer Architektur und voll von pulsierendem Leben rund um die Uhr in Tel Aviv. Begleitet hat mich auf dieser 3 tägigen Tour meine erste Leica, eine kleine D-Lux.

Berlin    2014

Berlin ist die Hauptstadt Deutschlands und seit 1999 auch der Regierungssitz der Bundesrepublik. Mit knapp 3,5 Mio. Einwohnern ist Berlin auch die bevölkerungsreichste Stadt Deutschlands. Kaum eine Stadt spiegelt die deutsche Geschichte und ihre Aufarbeitung  so intensiv wider wie es Berlin tut. Ganz egal ob es sich dabei um das Holocaust-Mahnmahl in der historischen Mitte Berlins oder um die East  Side Gallery handelt. Die East Side Gallery ist zu einer permanenten Open-Air Galerie auf dem längsten noch erhaltenen Teilstück der Berliner Mauer geworden. Im April 2017 wurde seitens der Grünen sogar der Antrag gestellt die East Side Gallery zum Weltkulturerbe zu ernennen. Die kunstvollen Graffities, angefangen vom bekannten „Bruderkuss“ von Dimitrji Vrubel bis hin zu einem die Mauer durchbrechender Trabant sind bis heute populäre Postkarten-Motive. Die Bemalungen sind stilistisch sehr abwechslungsreich und spiegeln die freigeistige Stimmung Berlins wider. Auch hier war meine kleine Leica D-Lux wieder dabei.

Bella Roma   2018

Rom, die ewige Stadt.

Rom, die Hauptstadt Italiens, ist eine kosmopolitische Großstadt, die fast 3.000 Jahre Kunstgeschichte, Architektur und Kultur von Weltrang vorzuweisen hat. Antike Ruinen wie das Forum und das Kolosseum zeugen von der einstigen Macht des Römischen Reiches. Die Vatikanstadt, Sitz der römisch-katholischen Kirche, ist Standort des Petersdoms und der Vatikanischen Museen, in denen Meisterwerke wie die Fresken Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle beheimatet sind. Hier kann man viele Stunden verbringen. Eine absolut faszinierende Stadt, diese ewige Stadt.

Wer allerdings das italienische „Dolce Vita“ erfahren oder besser gesagt erspüren möchte sollte sich allerdings in einen anderen Stadtteil jenseits des Tibers, nach Trastevere begeben.

Was Trastevere so attraktiv macht ist die gelungene Mischung aus Tradition und Moderne. Nach Einbruch der Dunkelheit zeigt sich das Viertel von seiner modernen Seite: Trendige Cocktailbars, talentierte Straßenkünstler und ausgefallene Boutiquen prägen das Straßenbild. Ständig macht irgendwo ein neuer Laden auf – einer hipper als der andere. Am Vormittag ist Trastevere aber das kleine Dorf mitten in der großen Stadt. Der perfekte Ort für „Dolce Vita“. Und der perfekte Ort für meine Leica M 10 mit dem 35mm Summilux und meine analoge Leica M 7 mit dem 50 mm Summicron die mich auf dieser Reise begleitet haben.

Moscow   2019